Herr-Ennenklein

Ein Blick in die Praxis: ebm GmbH & Co. KG

Was war der Grund für Sie, an dem Projekt In-K-Ha teilzunehmen?

Wir suchen nach einer Antwort auf die Frage: Welche Qualifikatio­nen bzw. Kompetenzen sind künftig notwendig, um den Herausfor­derungen eines wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels gerecht zu werden. Das Handwerk wurde schon immer durch einen stetigen Wandel bestimmt. Daher halte ich das Handwerk für sehr flexibel. Dies ist eine positive Voraussetzung, um auf übergeordne­te strukturelle Entwicklungen zu reagieren. Bereits im Mittelalter ist der Handwerker durch In- und Ausland gewandert, um eine Kom­petenzerweiterung zu forcieren. Dieses Verhalten würde ich mir im übertragenen Sinne, auch heute stärker für das Handwerk wün­schen, um aktiver und innovativer Entwicklungsprozesse gestalten zu können.

Welche (Mega-)Trends sehen Sie für die Zukunft?

Technologisch sehe ich Entwicklungen im Bereich der Energie-effizienz, des lebenszyklusgerechten Bauens und der Verbindung von Licht und Design. Zudem die Verbesserung des Raumklimas zur „Wohlfühlumgebung“ mit den geeigneten Steuerungselemen­ten. Gesellschaftlich sehe ich den demografischen Wandel, und die ­damit verbundenen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die Beschäftigungspolitik und das Beschäftigungs- und Einstellungs­verhalten.

Welche Auswirkungen hat das Thema Kompetenzentwicklung in Bezug auf die ebm?

Der kompetente Umgang mit neuen Technologien und Aufgaben­bereichen stellt nicht nur die betriebliche Wettbewerbsfähigkeit unseres Handwerksbetriebes sicher, sondern erhöht auch die ­individuelle Einsatzfähigkeit und Laufbahnentwicklung des einzel­nen Mitarbeiters. Insofern ist Kompetenzentwicklung sehr wichtig. Wir fördern die interne und externe Weiterbildung unserer Mitar­beiter, um neue Kompetenzen in das Unternehmen hinein zu holen bzw. vorhandene Kompetenzen weiter zu entwickeln.

Welche Handlungsaktivitäten können Sie daraus ableiten?

Der Handwerker ist immer direkt am Kunden und diese Situation bedeutet eine große Chance. Daher werden wir z. B. unsere Bera­tungskompetenz weiter entwickeln. Hier sehe ich eine Kompetenz­entwicklung in der Verknüpfung von Technik und Design. In ­Anbetracht des demografischen Wandels steht auch die Entwick­lung einer Art handwerklich altersgerechten Beratung auf der ­Agenda. Dies beinhaltet Kenntniserwerb über gesetzliche Bestim­mungen, spezifische Einzelfortbildungen u. v. m. Letztlich kann so ein Vorgehen zur Überschneidung mit anderen Gewerken – auch mit nicht handwerklichen Branchen, z. B. der Pflegeberatung – ­führen und möglicherweise die Entstehung neuer Aufgaben- bzw. Berufsfelder verstärken.

Ein Interview mit Andreas Ennen

  • Client

    ebm GmbH & Co. KG

  • Skills

    • Elektroinstallation
    • Energiemanagement
    • Facility Management
    • IT und Kommunikationstechnik
    • Sicherheitstechnik
    • Gebäudeleitsysteme
    • Verkehrs- und Leittechnik
Zur Website